Im Alter von fünf Jahren begann TONY MOORE Cello, Klavier, Klarinette und Trompete zu lernen. Mit acht bekam er Cello- und Klavierunterricht für Kinder an der Royal Academy in London. Noch während seiner Schulzeit spielte er Cello und Klarinette in verschiedenen Amateur- und professionellen Orchestern, Kammerensembles, Tanz- und Jazzbands.

Nach Abschluss seiner Schulausbildung wurde ihm ein Stipendium für die Royal Academy und die Guildhall School of Music and Drama in London angeboten. Er jedoch entschied sich für eine Laufbahn als Berufsmusiker und erweiterte sein Instrumentenrepertoire um Vibraphon, Kontrabass und Bassgitarre. Moore spielte in Tonstudios und hatte Auftritte im Fernsehen, Nachtclubs, Theatern sowie in Konzertsälen mit veerschiedenen Ensembles.

Nach einigen Jahren begann er sich intensiv mit dem Kontrabass zu beschöftigen, was ihn mit zeitgenössischer Musik wie Jazz und Improvisationsmusik in Berührung brachte. Während dieser Zeit spielte er mit Musikern wie Tony Oxley, Derek Bailey, Paul Rutherford, Barry Guy, Evan Parker, Kenny Wheeler, Keith Tippett, Keith Rowe, John Tilbury, Eddie Prévost, Elton Dean, alan Holdswoth; in Großbritannien, Mexico, Ungarn, Frankreich, Spanien und den USA nahm er Platten auf, spielte live, trat in Rundfunk und Fernsehen auf. Er hatte Auftritte auf großen Festivals wie dem International Festival (Kuba), dem International Cervantino Festival (Mexico), dem Le Mans International Festival (Frankreich), dem Dubrecen Internacional Festival (Ungarn), dem Navasade Internatrional Festival (Jugoslawien) und vielen anderen in Großbritannien, Europa und den USA.

Im Sommer 1988 entschloss sich Moore sich ausschließlich dem Cello zu widmen und legte seinen Schwerpunkt auf das Solospiel, Auftritte mit dem gree jazz quartet, auf Multimediaaktivitäten mit Bartolomé Ferrando (Prof. Bellas Artes, Universidad Valencia) und seine kreative Zusammenarbeit mit Josep Vallribera, dessen Kunstaktionen in der Schweiz, Holland, Österreich, Frankreich, Deutschland und Spanien zu sehen sind. Außerdem gab er Solovorstellungen in Skandinavien, Europa und den USA.

Moore nahm einige Platten mit verschiedenen Ensembles, wie zum Beispiel dem free jazz quartet bestehend aus Harrison Smith, Paul Rutherford und Eddie Prévost oder Resound mit Peter McPhail und Eddie Prévost, auf. Sein erstes Soloalbum Observations wurde vom Musiklabel Matchless Records (MRCD22) veröffentlicht.

Moore ist nicht nur ein virtuoser Cellist. Er ist einer jener Menschen, die auf vielen Gebieten talentiert sind. Kunst, Musik und Sprache sind für Moore eine Einheit.

 

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